Link zur pdf in die Cloud - Download bis 8. Juni 2026 möglich:
https://dataroom.juliusspital.de/public/download-shares/lSRe3HqokrgUUj9SIhFOMscn0pjQDa9f
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Die Benefizveranstaltung „Krankheit als Schangse“ zugunsten des Palliativzentrums der Stiftung Juliusspital und des Klinikums Würzburg Mitte wurde zu einem eindrucksvollen und berührenden Abend. Bereits zum sechsten Mal setzte die Reihe „Lyrik und Musik“ ihre poetische Spurensuche fort – diesmal mit einem intensiven Blick auf das Lebenswerk von Robert Gernhardt.
Zu Beginn des Abends begrüßte der Direktor der Domschule, Herr Dr. Dvorak, die Gäste und würdigte in seiner Einführung besonders das gelungene Zusammenwirken aller Beteiligten. Dabei wurde deutlich, dass der literarisch-musikalische Streifzug nicht nur durch seinen hohen künstlerischen Anspruch bereits in der Vorbereitung überzeugte, sondern zugleich auf einer vertrauensvollen und unkomplizierten Zusammenarbeit beruhte.
Dr. Rainer Schäfer trug die Texte Gernhardts mit exzellenter sprachlicher Präzision und großer Sensibilität vor. Seine Interpretation ließ die feine Ironie und den Wortwitz des Autors ebenso lebendig werden wie die tieferen, oft schmerzhaften Ebenen der Gedichte. Gerade darin lag eine besondere Stärke des Abends: An vielen Stellen blieb ein Lächeln auf den Gesichtern der Zuhörenden – selbst dann, wenn der Inhalt der Texte eher zum Weinen war. Die humorvolle, manchmal fast spielerische Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Krankheit und Angst wurde so zu einem bewegenden Ausdruck menschlicher Widerstandskraft.
Der Titel des Abends „Krankheit als Schangse“ war dabei bewusst gewählt und keineswegs ein Schreibfehler. Vielmehr verweist er auf das typische Wortspiel, das Robert Gernhardt selbst kultivierte – eine poetische Verschiebung der Perspektive, die den Blick auf Krankheit und Leben zugleich ernsthaft und humorvoll erweitert.
Die musikalische Begleitung durch Meisterklassen-Saxophonist Darius M. Hummel und Jannis Krüger am Flügel griff die Resonanz der Texte auf beeindruckende Weise auf. Die beiden Profimusiker schufen mit großer Sensibilität klangliche Räume, die den Zuhörenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Gedichten ermöglichten. Eigene Kompositionen sowie eine kleine textliche „Hörhilfe“, die eine Brücke zwischen Musik und Text schlagen sollte, zeugten von intensiver und professioneller Vorbereitung der Künstler.
Die Verbindung von Sprache und Musik erreichte an diesem Abend nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen vieler Anwesender. Immer wieder war spürbar, wie stark die Texte und Klänge nachwirkten. Es fiel dem Publikum sichtbar schwer, sich mit Zwischenapplaus zurückzuhalten – umso größer war der gemeinsame Moment am Ende: Spontane Standing Ovation ließen niemanden mehr auf seinem Stuhl sitzen.
Auf die begeisterte Resonanz des Publikums folgte schließlich noch eine lyrische und musikalische Zugabe, die von den Zuhörenden dankbar und mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wurde und den Abend auf besonders stimmige Weise abrundete.
Ein starkes Zeichen der Solidarität setzte auch die großzügige Spende des Abends für das Palliativzentrum in Höhe von 1038 Euro. Allen Spenderinnen und Spendern gilt hierfür ein herzliches Dankeschön. Ein besonderer Dank gilt zudem Herrn Dr. Schäfer, der sich mit großem persönlichem Engagement bereit erklärt hatte, in seiner Freizeit aus der Fülle der Werke von Robert Gernhardt eine sorgfältig ausgewählte literarische Zusammenstellung zu erarbeiten, um damit maßgeblich zum Gelingen des Abends beizutragen.
Zugleich war dieser Abend in gewisser Weise auch ein besonderer Abschied: Es war für Herrn Dr. Rainer Dvorak die letzte Veranstaltung dieser Art. Im Herbst wird er in den Ruhestand gehen und kündigte bereits mit einem Augenzwinkern an, künftig gerne als Zuhörer dabei zu sein.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, wie Literatur, Musik und gemeinsames Engagement zusammenwirken können – berührend, nachdenklich und zugleich hoffnungsvoll.
Text und Fotos: Birgit Müller-Kolbert, Leiterin der Palliativakademie
Das Spendenkonto der Juliusspital Palliativakademie lautet:
Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE92 7905 0000 0000 0950 00
BIC: BYLADEM1SWU
Mit Leidenschaft & Hingabe seit 450 Jahren. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen, lernen Sie die Menschen kennen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen, entdecken Sie kleine Geschichten und große Ereignisse aus unserer Stiftung. In unserem Jubiläumsblog nehmen wir Sie mit durch unser Jubiläumsjahr 2026.
Highlights im Jubiläumsjahr 2026
Theaterstück „Der Schatz des Julius Echter“
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KULTUR.KULINARIK.TAGE
Juliusspital Weingut, 30. April – 10. Mai 2026
Highlight: Jubiläumsweinprobe "Juliusspital. Wein. Geschichten."
Juliusspital Weingut, 30. April 2026
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Hoffest Landwirtschaft
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Hereinspaziert! – Tag der offenen Tür
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Der Vortrag
"Vertrauen - gestern - heute - morgen"
(Referent: Herr Pfr. Bernhard Stühler) entfällt am Mittwoch, 14. Januar 2026 und wird verlegt auf Dienstag, 05. Mai 2026 (Nr. 001).
Bitte beachten Sie:
Die Veranstaltung
"Fatigue und Nature-Based therapies – (neue) Therapiestrategien in Theorie und Praxis"
wurde von
11. November 2026 auf 25. November 2026
verschoben.
Die Seminarzeiten von 14.30 - 18.00 Uhr bleiben unverändert
Referentinnen:
Prof. Claudia Löffler
Dr. Anne Cathrine Scherer-Quenzer
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Termine 2026 für die Qualifizierungskurse finden Sie im Untermenü
„Informationen zu Qualifizierungskursen“
Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter Tel. 0931/393-1700 oder per Mail (palliativakademie@juliusspital.de) gerne zur Verfügung.
Interventionen am Lebensende Zwischen Strömung und Stille
Unter dem Thema „Interventionen am Lebensende“ beleuchten die eingeladenen Expert:innen in Form von Vorträgen, Workshops und Diskussionen das Potenzial ausgewählter psychologischer bzw. psychotherapeutischer Ansätze für die Arbeit mit Sterbenden und ihren Angehörigen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit Erfahrung im oder Interesse am Bereich der Palliativversorgung. Ebenso sind Vertreter:innen aller Berufsgruppen herzlich eingeladen, die offen sind für fachlichen Austausch und Einblicke in die psychologische Arbeit am Lebensende.
Weitere Informationen in Kürze über die Homepage der DGP: www.dgpalliativmedizin.de