Programmkalender
„Ich habe doch immer so gesund gelebt“ „Warum gerade ich?“ „Was soll nur aus meiner Familie werden?“ Solche Äußerungen adressieren schwerkranke und sterbende Menschen täglich an Pflegende und andere Berufsgruppen. Sie zeigen, dass Kranksein und Sterben mit vielfältigen existenziellen und spirituellen Herausforderungen und Fragen einhergeht, für die die Betroffenen Aufmerksamkeit und Unterstützung aller Professionen benötigen.
Dieses Seminar richtet den Blick darauf, wie existentielle Betroffenheit und Sinnsuche von Patient:innen und ihren Angehörigen in alltäglicher Kommunikation sichtbar wird und wie wir im Rahmen unserer jeweiligen Berufsrolle angemessen darauf eingehen können.
Ein „guter“ Umgang bedeutet dabei, diese Fragen weder zu übergehen noch sich mit ihnen zu überfordern. Vielmehr geht es darum, durch Achtsamkeit und gute Resonanz dazu beizutragen, existentielle und spirituelle Schmerzen zu lindern.
Inhalte:
- zum Verständnis von Spiritualität
- Vertiefung der Wahrnehmungsfähigkeit für existentielle und spirituelle Themen in der alltäglichen Kommunikation mit Patient:innen
- auf die Spiritualität von Patient:innen angemessen eingehen können, besonders in existentiellen Grenzsituationen
- Rituale in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen, besonders in der akuten Sterbesituation und beim Abschied am Totenbett
- zur Verhältnisbestimmung von Existential und Spiritual Care
- die Zuständigkeit und die Grenzen meiner Berufsrolle in der existentiellen und spirituellen Begleitung
1. Tag: 10:00 - 17:00 Uhr
2. Tag: 08:30- 16:00 Uhr
Juliuspromenade 19
97070 Würzburg
Karl-Heinz Feldmann
Diplom-Theologe, langjähriger Klinikseelsorger der Universitätsmedizin Mainz (Schwerpunkt Onkologie), Leiter des Fachweiterbildungskurses: "Seelsorge und Spiritual Care"; Supervisor (FiS), Mainz