Programmkalender
19:00 - 21:00 Uhr
Die Schweigepflicht der Mitarbeiter des Gesundheitswesens ist ein löchriges Schild geworden. Alle Stellen, die mit Leistungsabrechnung befasst sind, kennen die Diagnosen und Behandlungen des Patienten. Versicherungen berechnen ihre Risiken u.a. nach den Erkrankungen. Die ärztliche Selbstverwaltung sucht so nach Budgetüberschreitungen. Jeder Staatsanwalt oder Richter kann die Patientenakten einsehen. Wo bleibt da der Schutz der Geheimnisse unserer Patienten?
Als es noch vorwiegend Papierakten gab, war die Feststellung der Behandlungen und Diagnose personalintensiv und mühsam. Mit fortschreitender Digitalisierung können solche Akten ohne großen Zeit- und Personalaufwand automatisiert ausgewertet werden. Eine entsprechend trainierte künstliche Intelligenz kann in Zukunft diese Aufgaben übernehmen. Aber: Wird dadurch das Patientengeheimnis sicherer? Die Server der elektronischen Patientenakte wurden schon geknackt.
Wir haben ethisch wie rechtlich die Pflicht, das Patientengeheimnis zu schützen. In Zeiten von KI kommen auf uns neue Anforderungen zu und wir sind noch nicht darauf vorbereitet. Welche Informationen stellen wir den digitalen Systemen zur Verfügung und was behalten wir (nach Absprache mit dem Patienten) besser für uns?
19:00 - 21:00 Uhr
Juliuspromenade 19
97070 Würzburg
Prof. Dr. med. Michael Schmidt
Klinisches Ethikkomitee, Universitätsklinikum Würzburg
Für das Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesärztekammer sind 2 Punkte anrechenbar.
- in Zusammenarbeit mit der Domschule Würzburg und dem Caritasverband für die Diözese Würzburg -
19:00 - 21:00 Uhr